Rotzerkrankung bei Pferden

(Auch Wurm, Hautwurm oder Mürde genannt) wird durch den Rotzbazillus Burkholderia mallei verursacht und ist eine hochgradig ansteckende Pferdekrankheit, die artenübergreifend auch auf andere Säugetiere und den Menschen übertragbar ist. Unbehandelt führt Rotz beim Menschen zum Tod. Behandlungen mit Antibiotika sind langwierig und ohne Erfolgsgarantie. Eine wirksame Impfung gibt es nicht.

Eine rigide Seuchenbekämpfung, bei der infizierte Tiere sofort gekeult werden, konnte die einst weltweite Verbreitung der Krankheit zumindest in Nordamerika und Westeuropa eliminieren. Weltweit ist Rotz noch nicht völlig ausgerottet, und auf Grund des globalisierten Reiseverkehrs vermutlich wieder auf dem Vormarsch.

Der Rotz kommt als Nasen-, Zungen- und Hautrotz vor. Der Nasenrotz ist dabei die häufigste Form. Hauptindikator für Rotz ist das Auftreten von Knötchen und Geschwüren.

Nasenrotz verursacht meist einseitigen, eitrigen oder blutigen Nasenausfluß sowie eine einseitige harte Schwellung der Kehlgangslymphknoten. Die Ausfluss-Sekrete sind hochgradig ansteckend.

Sogar derart hochgradig ansteckend, das Rotz als biologisches Kampfmittel eingestuft worden ist.

Rotz gehört zu den anzeigepflichtigen Seuchen.

Rotz gehört zu den Hauptgewährsmängeln beim Pferdekauf.

Die weiteren "Hauptgewährsmängel" sind:

Dämpfigkeit
Dummkoller
Kehlkopfpfeiffen
Koppen
Periodische Augenentzündung

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