Pferdefliegen / Pferdebremsen

Abbildung einer Pferdebremse

Die Pferdefliegen gehören zur Gattung Tabanidae, der weltweit über 3.500 verschiedene Arten angehören. In Europa sind es immerhin noch über 160 verschiedene Arten. Davon ist die "echte" Pferdebremse (Tabanus sudeticus), die größte mitteleuropäische Fliegenart (bis 25 mm lang) nur eine der unterschiedlichen Stechfliegen, die als Pferdebremse, Bremse, oder je nach Sprachraum als Bräme oder "Blinder Kuckuck" betitelt werden. Allen gemein ist der Umstand, dass die weiblichen Tiere lästige Blutsauger sind und ihr Stich meisst eine schmerzhafte Schwellung hinterlassen. Beim Stechvorgang werden ausserdem Sekrete in das Opfer injiziert, die Erreger von Krankheiten wie z.B. der Borreliose übertragen können.

Dabei sind die Pferdefliegen bei der Auswahl ihrer Opfer wenig wählerisch und beschränken sich keinesfalls nur auf das Anzapfen von Pferden. Auch andere kalt- sowie warmblütige Tiere und auch der Mensch stehen auf ihrem Blut-Speisezettel. Dabei schaffen es einige sogar durch die Kleidung hindurch zu stechen.

Besondere Aktivitäten entwickeln die Pferdefliegen zwischen April und August an warmen, schwülen Tagen. Dabei warten sie meist in Schattenbereichen auf ihre Opfer. Besonders beliebt sind dabei z.B. Feldrandwege, die zwischen einem Feld und einem Wäldchen liegen oder Weiden mit Bachlauf, die von Wald umstanden sind.

Während Pferde bei einzelnen Bremsen noch relativ ruhig bleiben und nur verärgert nach den Blutsaugern, kann ein massenhaftes Auftreten der Quälgeister eine Pferdeherde ernsthaft in Gefahr bringen. Anfangs werden die Tiere immer unruhiger und nervöser. Je mehr sie schwitzen, bei dem Versuch sich der Blutsauger zu entledigen, desto mehr Bremsen werden angelockt. Das kann sich bis zu panikartigem Herumgaloppieren steigern, in dessen Verlauf die Pferde dem Kreislaufversagen nahe, letztendlich durch die Zäune brechen.

Die beste Gegenwehr ist es, solche Weiden oder Gegenden während Zeiten mit schwülwarmen Tagen einfach zu meiden. Auch gibt es eine Vielzahl an Mitteln, die den Eigengeruch der Pferde meist mit ätherischen Ölen, oder anderen intensiven Duftstoffen überdecken sollen.

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