Husten bei Pferden, Ponys und Eseln

Traurige Bilanz: Jährlich leidet jedes 4. in Deutschland gehaltene Pferd an Husten. Bei jedem 10. sind die Atemwegserkrankungen mittlerweile chronisch. Eine Tatsache, die man nicht hinnehmen muß. Regelmäßige Impfungen gegen die viralen Pferdehusten und frühzeitige Tieraztbehandlung, können im Einklang mit unterstützenden Maßnahmen des Halters dafür sorgen, das ein Husten gar nicht erst chronisch wird, bzw. eine Linderung geschaffen wird, die auch chronisch erkrankte Pferde reitbar hält. Deshalb reagieren Sie nicht erst dann, wenn nichts mehr zu retten ist.

Grundsätzlich gilt, daß die meisten bekannten Hausmittel gegen Husten bei Pferden nicht schaden, und eine unterstützende Wirkung haben.

Unterstützende Hausmittel bei hustenden Pferden:
Hustenkräutermischungen: Eingeweicht als Zusatzfutter können Hustenkräutermischungen für Pferde die Abwehrkräfte stärken und dem Mangel an natürlichen Kräutern in den heute gängigen Heufütterungen entgegenwirken.

Sprühen Sie die Bereiche der Box, in denen sich der Kopf des Pferdes hauptsächlich aufhält mit ätherischen Ölen ein. Dazu benutzen Sie einen handelsüblichen Pumpsprayer. Füllen Sie diesen mit Wasser und geben Sie z.B. reines ätherisches Pfefferminz- bzw. Bergamotte- oder Teebaumöl dazu vielleicht auch eine Mischung aus allen.Vor dem Sprayen gründliches Schütteln nicht vergessen, Öl schwimmt oben.

Inhationen bei Pferdehusten:
Bedenken Sie bitte, daß die Pferdelunge nur in der Lage ist ätherische, oder sonstige Partikel mit einer Größe unter 20 µm aufzunehmen. Das erreichen Sie nur durch natürliche Verdunstung (der typische Sack über'm Kopf), oder einen Ultraschallverdampfer. Wobei die natürliche Verdunstung nicht in der Lage ist, Mengen zu produzieren, die therapeutisch über die Wirkung des Boxeneinsprühens hinausgeht.

Auch können Tees, die über das Futter gegossen werden zusätzliche Linderung verschaffen. Darüberhinaus binden sie den Staub des normalen Kraftfutters. Folgende Kräuter, oder Kombinationen aus denselben eignen sich;

Anis, Beinwell, Eibisch, Fenchel, Hagebutte, Huflattich, Kamille, Knoblauch, Schafgarbe, Schwarzkümmel, Süßholz und Thymian.

Was Sie bei hustenden Pferden auf jeden Fall tun sollten:
Rufen Sie bei den ersten Hustenanzeichen einen Tierarzt und suchen Sie gemeinsam nach der Ursache. In den wenigsten Fällen liegt eine einfache Erkältung zugrunde.
Gönnen Sie ihrem Pferd soviel frische Luft wie möglich, aber vermeiden Sie Durchzug. Vielleicht haben Sie die Möglichkeit vorrübergehend, oder dauerhaft in eine, für das Pferd günstigere (Außen- oder Fenster-) Box zu wechseln.
Wenn Sie nicht die Möglichkeit haben Ihr Pferd stundenweise auf ein geeignetes Paddock zu stellen, gehen Sie mit ihm spazieren. Notfalls ab in den Walker. In Absprache mit dem Tierarzt können Sie ihr Pferd auch im Schritt reitend bewegen.

Frühzeitige Überbelastungen des an Husten leidenden Pferdes kann jeden Heilungserfolg zunichte machen!

Vermeiden Sie zusätzliche Reitzungen z.B. durch Staub oder Schimmelsporen. Das heißt im Klartext: Weichen Sie das Heu gründlich ein, sodaß der darin enthaltene Staub gebunden wird. Füttern Sie besser eingeweichtes Heu, als Silage, denn diese enthält zumeißt Pilzsporen und ist aufgrund ihres Eiweißgehaltes der optimale Bakteriennährboden.

Überdenken Sie die Einstreu! Hobelspäne, Hanfeinstreu, oder andere staubreduzierte Produke sind zwar mit Sicherheit teurer als die herkömmliche Stroheinstreu, welche meistens in der Stallmiete enthalten ist, aber diese Investition wird sich auf Dauer garantiert rentieren. Für den Fall, daß Sie genügend Lagerkapazitäten haben und sich eventuell noch mit anderen zusammentun können, denken Sie über den Kauf von Großmengen nach. Dann bekommen Sie meisten großzügige Rabatte und die Lieferung ist warscheinlich frei Haus (Stall).

Dauerndes Fegen der Stalltrakte vermittelt mit Sicherheit den Eindruck, hier ist alles clean und in Ordnung, aber durch den dadurch aufgewirbelten Staub kann dies für ein Hustenpferd, auf Dauer, im wahrsten Sinne des Wortes tödlich sein. Deshalb versuchen Sie zu erreichen, daß zu den Zeiten, zu denen Ihr Pferd in der Box stehen muß, das Fegen auf ein Minimum reduziert wird.

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