Anweiden von Pferden und Ponies

Abbildung weidender Pferde

In vielen Ställen gilt eine starre Weidezeit von Anfang Mai bis Ende September.
Manche Reitanlagen sind etwas flexibler und richten sich nach de jeweiligen Wetterverhältnissen und Bodenbeschaffenheiten. 
Dessen ungeachtet bedeutet der Wechsel in, bzw. aus der Weidezeit jeweils eine dramatische Futterumstellung und damit Stress für die betroffenen Pferde. Im Herbst der Wechsel von Gras auf Heu/Saft-/Kraftfutter und im Frühjahr umgekehrt. Vielen Pferden bereitet das keine allzugroßen Probleme. Aber einige Pferde reagieren darauf sehr empfindlich und können auf diese Futterumstellungen mit Koliken oder Hufrehe reagieren.
Die Futterumstellung im Herbst kann man dem Pferd erleichtern indem man Anfangs einen hohen Anteil an Saftfutter füttert und diesen nach und nach auf ein Normalmaß "ausschleicht".

Sanftes Anweiden im Frühjahr:

  • Fangen sie so früh wie möglich mit dem Anweiden an. In Richtung der Grasblüte wird der Nährstoff- und Eiweißgehalt im Gras immer höher und für die Futterumstellung problematischer.
  • Weiden Sie am ersten Tag 10 Minuten an und steigern Sie täglich um weitere 15 Minuten.
  • Wenn Sie bei einer Gesamtzeit von 1,5 Stunden angekommen sind, können Sie die tägliche Weidezeit um weitere 30 Minuten erhöhen.
  • Wenn Sie bei 4,5 Stunden angelangt sind, steigern Sie den täglichen Weidegang um jeweils eine weitere Stunde bis Ihr gewünschtes Endmaß erreicht ist.

Das hört sich erst kompliziert an, ist es aber garnicht und in ca. 14 Tagen haben Sie mit dieser Strategie ein normales Pferd sicher auf die Weide gebracht.

Wie kann ich mein Pferd anweisen?

  • An der Hand: Ich führe mein Pferd mit Halfter und Strick für die jeweilige Dauer auf ein freigegebenes Stück Wiese und lasse das Pferd grasen.
  • Auf einem abgestecktem Weidebereich. Ich stecke mit Paddockstangen und Stromlitze einen Bereich auf der Weide ab in dem sich die Pferde für die jeweilige Dauer grasen lasse und Sie anschließend wieder einfange.
  • Sequentielle Weidefreigabe. Man gibt durch eine bewegliche Absperrung (z.B. Paddockstangen und Litze) jeden Tag ein etwas größeres Stück der Weide frei, das jeweils in etwa der Futteraufnahme der Anweideplanung entspricht.
© adPFERDtising.de