Wurmkuren bei Pferden Ponys und Eseln

Die meisten der modernen Wurmkuren wirken nicht nur gegen Würmer, sondern bekämpfen auch andere Parasiten, die ihr Unwesen im Pferdekörper treiben.

Gerade diese endogenen Parasiten stellen bei Nichtbehandlung eine nicht zu unterschätzende Gefahr für den Wirtskörper (das Pferd) dar. Die Belastung des Pferdeorganismus durch Parasiten machen sich anfangs in einem schlechter werdenden Allgemeinzustand und in einer nachlassenden Leistungsbereitschaft bemerkbar. Je nach Grad und Dauer der Verwurmung kann es zu einer Dauerschädigung von inneren Organen, sowie Koliken bis hin zum Darmverschluß kommen. Starke Verwurmungen enden mitunter tödlich.

Bei der Verwendung von Wurmkuren sollte man nicht am falschen Ende sparen und auf jeden Fall auf Qualitätsprodukte zurückgreifen. Equest® z.B. ist eine Weiterentwicklung von Ivomec®, beides von Boehringer. Der neue Wirkstoff Moxidectin sorgt für eine Abtötung der Parasiten durch sog. schlaffe Lähmung. Und ein längeres Wirkspektrum durch verzögerte Freisetzung der wirksamen Inhaltsstoffe aus dem Fettgewebe der Pferde soll dazu führen, daß drei Entwurmungen pro Jahr ausreichen.

Wir empfehlen trotzdem vier Entwurmungen pro Jahr durchzuführen.

Zusätzlich zu den regelmäßigen Wurmkuren ist ein konkretes Stall- und Weidemanagement unabdingbar. Denn die wirksamste Reduzierung der Wurmlast erfolgt nur durch optimale Haltung, Fütterung und Hygiene. So nützt es wenig, wenn nicht alle Pferde relativ gleichzeitig entwurmt werden oder wenn der Misthaufen mitten im Auslauf liegt. Wenn Weiden und Paddocks nicht regelmäßig abgeäppelt werden oder neue Pferde in eine Gruppe integriert werden die nicht entwurm sind.

Speziell nach der Wurmkur ist ein komplettes Misten der Box bzw. Abäppeln der Paddocks notwendig, denn selbst die beste Wurmkur wird nicht alle Parasiten abtöten können und eine schnelle Neuverwurmung macht dann die Kur zunichte.

Sollten Ihnen Symthome an Ihrem Pferd auffallen, wie Leistungs- oder Gewichtsverlust, so können Sie zur Sicherheit jederzeit eine Kotprobe Labortechnisch durch Ihren Tierarzt untersuchen lassen.

Versuchen Sie die Halter aller Pferde die Berührungspunkte miteinander haben, dazu zu bringen zeitgleich zu entwurmen. Vergessen Sie nicht, daß speziell Fremdpferde die neu in eine Gruppe eingestallt werden, eine zusätzliche Verwurmungsgefahr bedeuten und deshalb aktuell entwurmt werden sollten, bevor sie in die neue Gemeinschaft integriert werden. Lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt über die besten Präparate und Zeitpunkte der Verabreichung beraten. Beachten Sie die Dosierungsvorschriften und stimmen Sie diese auf das Gewicht Ihres Pferdes möglichst genau ab.

Zur besseren Verträglichkeit von Wurmkuren kann das homöopathische "Nux Vomica" beitragen.

© adPFERDtising.de